Historie Deutsch
Skerrildgaards Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, wo hier unter anderem ein Schießturm auf einer kleinen Wallanlage stand.
Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts war der Hof ein Lehen unter Tirsbæk. Die spätere Geschichte des Hofes ist insbesondere durch den Besitzer Hans de Hofman ab 1744 geprägt.
Das Hauptgebäude wurde 1766 erbaut und bildet zusammen mit den Wirtschaftsgebäuden eine Vierflügelanlage.
Eigentumsgeschichte:
Skerrildgaard war bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts ein gewöhnlicher Lehenhof, der dem Herrenhaus Tirsbæk unterstand. Ein Burghügel im Garten zeugt jedoch davon, dass im Mittelalter ein sogenannter Schutzturm stand, in dem man Zuflucht suchen konnte.
Im 16. Jahrhundert gehörte der Hof der Lunge-Familie von Tirsbæk und wurde von wechselnden Pächtern bewohnt. Iver Lunge machte Skerrildgaard in den 1560er Jahren erneut zu einem adligen Herrenhaus. Im Jahr 1614 kam Skerrildgaard mit Tirsbæk an Lisbeth Bryske, die in die angesehene Adelsfamilie Bille eingeheiratet hatte. Lisbeth Bryske war zu ihrer Zeit und auch später berühmt für ihre Bücher über Waffen und Genealogie.
Ihr ältester Sohn Mogens Bille wurde nach seiner Auslandsreise Vogt auf Koldinghus, starb jedoch bereits im Alter von 31 Jahren. Es vergingen 14 Jahre, bevor der jüngere Bruder Knud Bille nach seiner eigenen Auslandsreise nach dem Tod seines Vaters Skerrildgaard übernahm.
Die Geschichte von Skerrildgaard ist jedoch besonders mit dem Eigentümer Hans Dreyer Hofman verbunden, der später seinen Namen in das von Frankreich inspirierte Hans de Hofman änderte. Er heiratete aus finanziellen Gründen und kaufte Skerrildgaard von seinem Vater. Der tatkräftige Hans de Hofman war an der Planung der Urbarmachung der jütländischen Heide beteiligt und setzte sich für landwirtschaftliche Reformen in Vejle Amt ein. Er erneuerte auch das Inventar der örtlichen Kirche und wurde zusammen mit seiner Frau 1793 unter dem Kirchenboden begraben.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er Skerrildgaard längst an den neuen Gutsherrn von Tirsbæk, Jørgen Hvas, verkauft. Damit wurde Skerrildgaard wieder mit Tirsbæk vereint, aber in der Gegend kursierten Gerüchte. Jørgen Hvas war Verwalter auf einem der anderen Höfe von Tirsbæk gewesen und hatte die Witwe des früheren adligen Besitzers geheiratet. Die neue Herrin stammte aus bescheidenen Verhältnissen und war selbst Hühnermädchen, bevor sie die neue Hausherrin des Hofes wurde. Als Jørgen Hvas um den Adelstitel bat, wurde eine Untersuchung der ganzen Angelegenheit eingeleitet, aber 1763 wurde er geadelt, nannte sich nun Jørgen Hvas de Lindenpalm, und sein neues Adelswappen hängt immer noch über dem Eingangstor von Skerrildgaard.
Auf Skerrildgaard wurden die Lehnhöfe frühzeitig an die Bauern verkauft, und im Jahr 1790 war das Hauptgut an der Reihe, verkauft zu werden. Ein Konsortium erwarb das Land und veräußerte das Hauptgrundstück von Skerrildgaard erneut.
Einige Jahre später kam Skerrildgaard in den Besitz von Inger Christensdatter, die viermal verheiratet war, bevor der Hof nach der Landwirtschaftskrise 1825 versteigert werden musste. Zu dieser Zeit kam Skerrildgaard in den Besitz eines Engländers, aber bald darauf musste ihr deutscher Ehemann es übernehmen.
Sein Name war Johann Heinrich Hoffmann, und sein Ruf war furchterregend. Seine Frau Mary Thornton war nach ihren eigenen Worten in ihrer Ehe äußerst unglücklich: “Einsam, freudlos, selten geliebt, so wie es mein warmes Herz wünschte, habe ich mein Leben verbracht, solange ich mich erinnern kann. Die Person, für die mein Wesen geschaffen zu sein schien, wurde mir vom Schicksal entrissen; die Person, der ich gehöre, hat keine Ahnung davon, wer ich bin und was ich ihm sagen könnte…” So schreibt sie über ihr Leben als Herrin im 19. Jahrhundert.
Später wechselte Skerrildgaard mehrmals den nicht-adeligen Besitzern, und im 20. Jahrhundert war es mehr als 100 Jahre im Besitz der Familie Tingleff. Im Jahr 2021 gehört Skerrildgaard Claus Tingleff.
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